Dr. Sarah Chen hat mit ihrem Startup NeuralBridge eine Plattform entwickelt, die es auch kleinen Unternehmen ermöglicht, maßgeschneiderte KI-Lösungen zu implementieren. Im Interview spricht sie über die Zukunft der KI-Branche und warum der Mittelstand keine Angst vor künstlicher Intelligenz haben sollte.
kianbieter.de: Frau Dr. Chen, Sie sprechen oft von der „Demokratisierung der KI“. Was meinen Sie damit konkret?
Dr. Chen: Noch vor zwei Jahren brauchte man ein Team von Data Scientists und ein Millionenbudget, um KI sinnvoll einzusetzen. Heute kann ein Bäckereibetrieb mit drei Filialen für unter 200 Euro im Monat seine Bestellprozesse optimieren und Kundenverhalten analysieren. Diese Zugänglichkeit verändert alles.
Was ist der größte Irrglaube über KI, dem Sie in Ihrer Arbeit begegnen?
Das ist eindeutig die Vorstellung, KI würde massenhaft Jobs vernichten. In der Realität sehen wir das Gegenteil: Unternehmen, die KI einsetzen, wachsen schneller und stellen mehr Leute ein. Die Tätigkeiten verändern sich, ja, aber die Nachfrage nach menschlicher Kreativität und Problemlösungskompetenz steigt sogar.
Wo sehen Sie die KI-Branche in fünf Jahren?
KI wird so selbstverständlich sein wie heute das Internet. Niemand wird mehr darüber sprechen, ob man KI einsetzt, sondern nur noch wie. Der Fokus verschiebt sich von der Technologie zu den Anwendungsfällen. Und ich glaube fest daran, dass europäische Unternehmen hier eine Führungsrolle übernehmen werden, gerade beim Thema verantwortungsvolle KI.
